Kundalini Yoga: So sieht eine Stunde aus

Mittlerweile hat sicherlich jeder schon einmal von Vinyasa-, Hatha- oder Yin Yoga gehört. Wer tiefer in der Materie ist, kennt vielleicht sogar Ashtanga und Anusara. Kundalini Yoga hingegen ist vielen Yoga-Neulingen und auch so manchem Fortgeschrittenen völlig neu. Daher möchten wir dir heute erklären, wie eine Kundalini Yogastunde abläuft, damit du danach entscheiden kannst, ob du sie dir einmal anschauen möchtest. Unsere klare Meinung: Ausprobieren! So viel Entspannung gibt’s sonst fast nirgends. Aber entscheide selbst.

So sieht eine Kundalinistunde aus

Im Kundalini Yoga werden feste Übungs-Sets praktiziert. Die Stunde beginnt mit mit einem einstimmenden Mantra, worauf ein Pranayama (Atemübung) und/oder eine Aufwärmung folgt. Danach wird ein sogenanntes Kriya - eine Übungsreihe - praktiziert, und schließlich folgen die Abschlussentspannung und eine Meditation.

Auf fließende Sonnengrüße wirst du im Kundalini Yoga vergeblich warten. Stattdessen werden einzelne Positionen über einen längeren Zeitraum gehalten - manchmal bis zu elf Minuten. Dabei macht die Abfolge der Sets in der Regel für unser logisch denkendes Hirn überhaupt keinen Sinn - es sei denn, du kennst dich mit der tiefergreifenden Wissenschaft um die Lymphdrüsen, das Nervensystem sowie das energetische Zusammenspiel der beiden aus.

Für viele ist Kundalini Yoga daher erst einmal gewöhnungsbedürftig. Es kann sogar sein, dass sich einige etwas komisch vorkommen, wenn sie auf einmal die Arme schwingen und dabei seltsame Laute von sich geben sollen. Das Schöne daran ist aber, dass man lernt, sich einfach mal hinzugeben und nicht darüber nachzudenken, was andere über einen denken könnten. Schließlich macht jeder die gleiche Bewegung und gibt die gleichen Laute von sich. So kommst du aus dem Kopf heraus und hinein ins Fühlen, was für großes Glücksempfinden und reine Entspannung sorgt.

Die Yoga-Kleidung im Kundalini

Generell gilt im Yoga natürlich: Jeder kann so praktizieren, wie es ihm gefällt und angenehm ist. Beim Kundalini Yoga allerdings gibt es ein klares Motto und das lautet: Weiß. Weiß ist die Farbe der Reinheit; es wird davon ausgegangen, dass sie einen positiven Effekt auf das individuelle und das kollektive Energiefeld hat.

Wenn du keine weiße Yoga-Kleidung besitzt oder dich in weiß unwohl fühlst, ist das in den meisten Studios aber auch kein Problem. Der Lehrer kommt in der Regel immer in weiß, ansonsten ist die weiße Kleidung oft sogar eher in der Minderheit.

Abgesehen von der weißen Kleidung wird dir außerdem noch etwas auffallen: Der Turban. Er entstammt der Tradition der Sikh-Religion, von der Kundalini Yoga durch seinen Begründer Yoga Bhajan geprägt ist. Dieser sagte, der Turban sorge dafür, dass die Energie bei sich gehalten wird und dass er gewisse Akupunkturpunkte stimuliere.

Tatsächlich trägt einen richtigen Turban häufig nur der Lehrer. Bist du aber sehr feinfühlig und kannst die Stimmung deiner Mitmenschen gut aufnehmen, kannst du dir alternativ ein Baumwolltuch um den Kopf binden oder eine Mütze aufsetzen. Ansonsten ist ein Turban keine Pflicht.

Yoga auf dem Schaffell

Kundalini Yoga wird viel im Sitzen praktiziert, weshalb sich Yogis gerne ein wärmendes Schaffell unterlegen. Selbstverständlich musst du hier kein echtes tierisches Fell nehmen. In vielen Yoga Studios wird lediglich eine Decke über die Matte gelegt. Die wunderbar weichen, nach Lavendel duftenden Rug Mats von Holistic Silk sind ebenfalls eine schöne Alternative. Und wenn es doch ein Schaffell sein soll: Wir haben auch eine Auswahl an wärmenden Schurwollmatten im Sortiment. 

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Eine Kundalini Übung: Stimulierung des Ajna-Chakras

Damit du dir noch ein bisschen besser vorstellen kannst, was dich beim Kundalini Yoga erwartet, haben wir hier eine kleine Übung für dich. Bei dieser geht es um die Stimulierung des Ajna-Chakras, also deines Dritten Auges.

1. Beginne, deine Aufmerksamkeit bewusst auf den Bereich oberhalb deines Nasenbeins zwischen den Augenbrauen zu richten. Vielleicht kannst du, wenn du ganz genau darauf achtest, ein leichtes Pulsieren oder ein Wärmegefühl spüren.
Diese Übung eignet sich insbesondere für Kinästheten - also jene Menschen, die in Gefühlen “denken”. 

2. Nun wiederhole das Mantra “Om” wieder und wieder und schicke es in die Stirngegend.
Diese Mantra-Meditation ist für den Auditiven, bei dem das Klangdenken überwiegt.

3. Konzentriere dich erneut auf den Punkt zwischen deinen Augenbrauen und visualisiere das Symbol für Om ૐ in roter Schrift mitten in einem weißen Kreis.
Diese Meditation spricht insbesondere den Visuellen an.

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