Zurück zur Natur: Wildkräuterwissen meets Moderne

Zurück zur Natur: Wildkräuterwissen meets Moderne

Ein Interview mit den Kruut-GründerInnen Annika und Thorben

Portrait-Kruut

Annika & Thorben

Kruut-GründerInnen und WildkräuterexpertInnen

Das Berliner Label Kruut bringt bewährtes Wissen zurück in deinen Alltag: Die erfrischend-herben Kräuterauszüge basieren auf einer jahrtausendealten Rezeptur und beinhalten ausschließlich heimische Superfoods wie Giersch, Brennnessel und Co. Kruut steht für einen Schritt zurück zur nährstoffreichen Natur und dem Wissen, wie man diese nutzt. Hergestellt mit Werten, die heute oft zu kurz kommen: Zeit & Hingabe.

Annika und Thorben waren vom Kräuterwissen ihrer Großeltern so beeindruckt, dass sie daraus eine Unternehmensphilosophie entwickelt haben – zurück zur nährstoffreichen Natur und dem Wissen, wie man diese nutzt. Annika ist gelernte Pflanzenheilkundlerin, Torben hat immer schon mit seinem Großvater Tinkturen hergestellt. Aus ihrem gemeinsamen Wissensschatz und den Werten, die sie teilen, wurde Kruut geboren, das Label, unter dem die beiden Idealisten ihre gesunden und wohlschmeckenden Kräutertrunks vertreiben. Alle Mixturen basieren auf heimischen Pflanzen wie Brennessel und Giersch, denn Annika und Thorben wissen: Die Kraft der Natur finden wir nicht in überzüchtetem, gespritztem Gemüse aus dem Supermarkt, sondern direkt vor unserer Haustür. Im Interview berichten die beiden GründerInnen von ihrer Leidenschaft für wilde Kräuter und teilen ihre drei Lieblingsrezepte mit uns.

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Wer steckt hinter Kruut und was treibt euch an?

Kruut: Hinter Kruut stecken wir – Annika und Thorben – und unser kleines Team in Berlin-Kreuzberg. Dazu kommen noch viele Helfer in der Wildkräuter-Werkstatt. Wir sind beide mit dem Wissensschatz unserer Großeltern aufgewachsen. Thorbens Großvater ist Gärtnermeister und er hat ihn schon früh in die Kraft der Elixiere eingeweiht. Annikas Großeltern zeigten ihr von klein auf, wie gut man mit Wildgemüse kochen kann. Dieses Wissen geriet dann in unserem Alltag einfach in Vergessenheit. Bis uns die Natur in der Großstadt so gefehlt hat und wir uns bewusst wieder an das wertvolle Wissen erinnert haben. Da kam natürlich die Frage hoch: Wieso nutzen wir die kraftvolle Natur vor unserer Tür nicht? Warum kaufen wir stattdessen gespritztes und überzüchtetes Gemüse und Superfoods aus Übersee? Wieso kennt keiner das Potenzial von Brennnessel und Giersch, aber alle reden von Açai? In den Regalen der Supermärkten fanden wir keine Antwort. Das wollten wir ändern und gründeten Kruut! 

Welche Rolle spielen Nachhaltigkeit, die Natur und Kräuter in eurem Leben?

Kruut: Oh, wir mögen das Wort „Nachhaltigkeit“ nicht so sehr, da es heute total inflationär verwendet wird. Selbst große Nahrungsmittelkonzerne behaupten von sich, sie wären „nachhaltig“. Wir versuchen unseren Alltag naturnah und so achtsam wie möglich zu gestalten. Denn nur so fühlen wir uns verbunden mit der Natur und ihrem Rhythmus. Das heißt, für uns ist es selbstverständlich, alle Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft zu beziehen und so viel es geht selbst anzubauen oder Wildgemüse zu ernten. Kräuter spielen natürlich eine Hauptrolle in unserem Alltag. Wir nutzen Giersch, Brennnessel und Co. eigentlich für alles - vom Kochen (Giersch-Spinat!) bis zur eigene Apotheke (Spitzwegerich bei Husten – super!). Dabei hilft uns immer die Frage: Könnten wir dieses Produkt selbst so herstellen und kennen wir alle Inhaltsstoffe? Denn Produkte sind nur ehrlich, wenn sie so nah wie möglich an ihrem handwerklichen Ursprung bleiben.

Fangfrage: Wildkräuter und das Leben in der Großstadt – passt das überhaupt zusammen?

Kruut: Erstaunlich gut. In der Stadt haben wir eine große Artenvielfalt und weniger Pestizide. Klingt erstmal komisch, wenn wir sagen: Wie gehen in Berlin Wildkräuter sammeln. Ist aber gar nicht so abwegig. Wenn du deinen Sammelort in der Stadt erstmal gefunden hast, ist es ganz einfach. Ideale Plätze sind z. B. alte Brachflächen oder Friedhöfe. Einfach mal die Gärtner dort fragen, ob gespritzt wird und ob sie etwas dagegen haben, wenn man die Brennnessel erntet. Die meisten freuen sich sogar. Natürlich gilt immer mit gesundem Menschenverstand sammeln: Das heißt, nicht die ganze Pflanze ernten, sondern immer ein bisschen stehen lassen, und nicht an verdreckten Orten oder neben der vierspurigen Straße. Und immer informieren, was man da sammelt. Denn auch hier wachsen hochgiftige Pflanzen, die leicht verwechselt werden können.

Was ist eine Wildkräutertinktur und welches Potenzial hat sie für ein gesundes Leben im Einklang mit der Natur?

Kruut: Unsere Tinkturen basieren auf der bewährten Rezeptur des Oxymels. Naturtrüber Apfelessig und roher Akazienhonig extrahieren die wertvollen Inhaltsstoffe der heimischen Kräuter. So entsteht ein kraftvolles, alkoholfreies Elixier zum Mischen mit Wasser. Das tut nicht nur gut, sondern schmeckt auch erfrischend lecker. Im alten Griechenland galt Oxymel jahrhundertelang als offizielles Heilmittel, in Russland war es der erste stärkende Trunk nach dem Aufstehen, und bereits die römischen Legionäre nutzten das Elixier als isotonisches Getränk für unterwegs. Kruuts Oxymel ist zu 100% bio, wird handwerklich hergestellt und enthält keine Zusatzstoffe. Die Rezeptur wird niemals erhitzt, so bleiben alle Nährstoffe erhalten. Durch den bewussten Genuss der Wildkräuter im Oxymel werden sie auch in der Natur wiederentdeckt und schätzen gelernt. So finden wir Stück für Stück zurück zu einem naturbewussten Leben.

Wie lassen sich eure Wildkräutertinkturen in den Alltag integrieren?

Kruut: Ganz einfach, denn das war uns besonders wichtig. Wer hat heute schon Zeit, jeden Tag zu sammeln? Dennoch sollten Wildkräuter ganz leicht verfügbar sein: Flasche schütteln, einen Esslöffel Oxymel mit Wasser mischen und als wohlschmeckendes und gesundes Getränk genießen. Entweder als Kur über 6 Wochen oder immer dann, wenn eine Dosis Wildkräuterkraft benötigt wird. Mit Kruut ist es ganz leicht, Getränke, Smoothies und auch Speisen mit Wildkräutern zu verfeinern. Drei unserer Lieblingsrezepte:

Wildkräuter-Limonade
Für ein leckeres, schnelles Getränk zwischendurch kann der Oxymel mit stillem oder sprudelndem Wasser gemischt werden. Wer mag, kann noch etwas naturtrüben Apfelsaft, frischen Giersch und Eiswürfel hinzufügen. Fertig ist die unkultivierte Erfrischung.

Wildes Dressing
Insbesondere die Sorten Kraft und Wohl eignen sich hervorragend zum Kochen. Für ein Wildkräuterdressing braucht es jetzt nur noch: Kruut, (Pflanzen-)Joghurt, Senf, Salz und Pfeffer. Je nach Geschmack noch etwas Apfelessig oder Süße hinzufügen.

Kraftvoller Smoothie
Ein Wildkraut wie Brennnessel, Melde oder Löwenzahn mit Apfel, Gurke und 1 - 2 TL Kruut in den Mixer geben. So kann jeder Smoothie mit etwas Wildkräuterkraft ergänzt werden.

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