Mehr Yoga im Alltag: Kreative Produkte für den “Yoga-Way-of-Life”

Mehr Yoga im Alltag: Kreative Produkte für den “Yoga-Way-of-Life”

Ein Interview mit den kaala-Gründerinnen Carolin van Eupen & Regina Winther

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Carolin van Eupen & Regina Winther

Gründerinnen von kaala

Mit ihrem Label kaala haben sich die Designerinnen Carolin und Regina den Wunsch erfüllt, nachhaltige und verantwortungsvolle Produkte zu kreieren, die mehr Yoga in den Alltag ihrer Nutzer bringen sollen. Warum die Produktion ausgerechnet mit Taschen begann, was der Name kaala bedeutet, wie wichtig Nachhaltigkeit für die beiden Gründerinnen ist und was Yoga damit zu tun hat – das alles erzählen sie uns im ausführlichen Interview.

Liebe Carolin, liebe Regina, ihr habt bereits vor der Gründung von kaala für verschiedene Projekte zusammengearbeitet. Wie hat sich die Idee entwickelt, gemeinsam ein Label zu kreieren, und welche Idee steckt hinter kaala?

Carolin: Die Idee für kaala entstand sozusagen aus eigenem Bedarf: Uns fehlte eine Tasche, mit der sich gut eine Yogamatte transportieren lässt, die wir aber auch ohne Matte gerne im Alltag mit uns herumtragen und die unserem Ästhetikanspruch genügt.

Regina: Wir sind beide freiberufliche Designerinnen und arbeiten seit vielen Jahren in der Mode- und Textilindustrie. Eine große Motivation zu gründen war es für uns auch, selbstbestimmt und unabhängig von Auftraggebern unsere Ideen von gutem und nachhaltigem Design umsetzen zu können – die Einflussmöglichkeiten, die wir bei der Produktentwicklung haben, zu nutzen.

Und wie ist der Name kaala entstanden, was ist die Bedeutung davon?

Carolin: Wir haben uns bei der Namensfindung für unser Label und für unsere Produkte von finnischen Vornamen inspirieren lassen, die oft aus der Natur abgeleitet sind. “Aalto“ bedeutet z.B. „Welle“ und „Tuula“ kommt von „Wind“. kaala (kala) bedeutet „Fisch“ auf finnisch. Uns gefällt, dass es auch eine Yogapose gibt, die so heißt. Reginas Mama ist Finnin, so entstand die Idee, finnische Namen als Inspirationsquelle zu nutzen.

Yoga ist ein sehr wesentlicher Bestandteil in eurem Leben. Was hat euch zum Yoga gebracht und was begeistert euch daran?

Carolin: Yoga ist für mich ein Anker im Alltagstrubel. Als selbstständige Designerin, Gründerin und Mama ist Zeit für mich selbst oft knapp. Beim Yoga bin ich wieder im Moment, kann innehalten und finde Klarheit und Ruhe. Der zentrale Punkt ist für mich die Aufmerksamkeit. Der Fokus auf das Wesentliche.

Regina: Das geht mir genau so. Je länger ich übe, desto leichter finde ich meinen Fokus und schaffe es, Stressspiralen und Gedankenkarusselle zu durchbrechen.

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Sicherlich gab es beim Entwickeln der nachhaltigen Produkte und bei der Suche nach geeigneten Produktionsstätten einige Herausforderungen. Könnt ihr uns einen Einblick in diesen Prozess geben?

Carolin: Wir haben damit begonnen, unsere wichtigsten Nachhaltigkeitskriterien zu definieren: Langlebigkeit, sowohl in Bezug auf die Qualität als auch auf das Design, und ein achtsamer Umgang mit dem Material, das schon da ist. Durch unserer Arbeit als Designerinnen hatten wir bereits Kontakte zu vielen Stofflieferanten und Produzenten und konnten leichter recherchieren, was es z. B. an neuen Entwicklungen bei nachhaltigen Materialien gibt. Für unsere erste Kollektion haben wir dann alles umgesetzt, was sofort möglich war: Wir haben ausschließlich 100% recycelte und Bluesign-zertifizierte Stoffe verwendet. Das Außenmaterial unserer Taschen ist ein extrem langlebiges und robustes Nylon. Bei der Gestaltung unserer Taschen orientieren wir uns nicht an Trends, alle Styles sollen ein zeitloses, klares und reduziertes Design haben.

Regina: Nachhaltigkeit ist für uns ein fortlaufender Prozess, und wir suchen ständig nach Möglichkeiten, besser zu werden. Ein Prozess, bei dem uns unsere Produzenten in Vietnam sehr unterstützt. Für unsere letzte Produktion haben wir das Verpackungsmaterial durch recyceltes Material ersetzt, und bei der nächsten Produktion tauschen wir alle Gurtbänder, die jetzt noch nicht recycelt sind, gegen Gurtband, das zu 100% aus recycelten PET-Flaschen besteht, aus. Die größere Herausforderung werden Konzepte sein, die ganz neue Abläufe erfordern. In naher Zukunft möchten wir z. B. einen Reparaturservice anbieten und einen zirkulären Rucksack entwickeln.

Was zeichnet eure Taschen aus, und habt ihr Pläne, eure Produktpalette weiter auszubauen?

Carolin: Wir wollen mit kaala eine Marke etablieren, die den „Yoga-Way-Of Life“ mit Produkten unterstützt, die gleichermaßen ästhetisch, funktional und nachhaltig sind. Dabei können durchaus auch noch andere Produkte als Taschen entstehen. Wichtig ist für uns, dass jedes Produkt einen echten Nutzen bietet und wir uns in Sachen Nachhaltigkeit fortlaufend weiterbilden und verbessern.

Was ist eure Vision für die kommenden Jahre in Hinblick auf einen nachhaltigeren und bewussteren Umgang mit Ressourcen?

Carolin: Die Textilindustrie verursacht einen riesigen ökologischen Fussabdruck, und wir nehmen die Verantwortung für den Impact, den wir als produzierendes Unternehmen haben, sehr ernst. Als Gründerinnen und Designerinnen Teil des Prozesses zu sein sehen wir aber auch als Chance, Dinge zu verändern und einen Beitrag hin zu einer nachhaltigeren Wirtschaft zu leisten. Nach dem einfachen Motto „Reduce, reuse, repair and recycle“ können wir Schritt für Schritt Verbesserungen vornehmen. Viele kleine Änderungen, die zusammen genommen einen Unterschied machen.

Regina: Nach dem selben Prinzip versuchen wir auch privat achtsame Alltagsentscheidungen zu treffen: Nur zu kaufen, was wir brauchen, auf Qualität zu achten, Dinge lange zu benutzen und zu reparieren, wenn möglich.

Vielen Dank für eure Zeit und das schöne Interview.


kaala

kaala

Das Hamburger Yogalabel kaala kreiert Taschen und Rucksäcke, die dich dabei unterstützen, eine regelmäßige Yogaroutine in deinen Alltag zu integrieren. kaala verbindet Funktion mit Mode und Alltag mit Yoga – simpel und schön. Die kaala-Produkte sollen aber nicht nur schön, sondern auch nützlich sein – und zwar für dich und für den Planeten.

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