Functional Yoga mit dem Block

Inspiration für deine Yogapraxis: Functional Yoga mit dem Block

Ein Gastbeitrag von Mireia

Was haben wir davon, Malasana (auch "Yogi Squat" genannt) praktizieren zu können, wenn wir dann Schmerzen bei alltäglichen Aktivitäten haben, wie zum Beispiel beim Bücken, um Dinge auf- oder anzuheben? Die Beachtung der Asanafunktionen in unserer Yogapraxis kann dir im täglichen Leben dabei helfen, Verletzungen zu vermeiden und Schmerzen zu reduzieren; denn "funktionell" bedeutet, dass du etwas auf verschiedene Situationen übertragen und anwenden kannst. Wenn du dich während des Trainings auf die Ausrichtung und Funktion der Asanas konzentrierst, kannst du auch deine Körperhaltung und damit die Atmung verbessern.

Aktive Unterstützung durch Blöcke

Eines der Prinzipien des Functional Yoga ist es, den aktiven Bewegungsbereich vor dem passiven Dehnen zu priorisieren, damit Gelenke und Bänder geschützt sind und gleichzeitig Stärke und Flexibilität gefördert werden. Im Functional Yoga wird viel mit Blöcken gearbeitet (fast in jeder Stunde), weil sie den Körper unmittelbar unterstützen und somit die Propriozeption (Körperwahrnehmung) verbessern, die Asanas einfacher (sie verringern die Distanz zwischen Boden und Händen) oder herausfordernder machen.

01 Vierfüßler mit Block im Nacken

Beginne im Vierfüßlerstand und platziere einen Block in deinem Nacken. Versuche, den Hals mit deiner Wirbelsäule in eine Linie zu bringen und zu halten. Dadurch spannst du die Nackenbeuger an, deren Muskeln normalerweise eher schwach ausgeprägt sind. Als zusätzliche Herausforderung kannst du etwas Bewegung in deine Arme und Beine bringen. Jedesmal, wenn du dich im Vierfüßerstand befindest, stell dir vor, du hast diesen Block am Hals!

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02 Vierfüßler mit Block am Becken + Hüftverlängerung

Leg den Block jetzt auf dein Kreuzbein. Wir wollen das Becken ruhig halten, aber die Hüfte mobilisieren. Stufe 1: Streck ein Bein nach hinten. Stufe 2: Streck das Bein nach hinten und beug das Knie. Kreise mit deiner Hüfte. Stell sicher, dass der Block nicht herunterfällt; dafür musst du dein Becken gekippt halten!

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03 Außenrotation der Schultern

In der Yogapraxis kommt es häufig zu einer inneren Rotation der Schulter, und das ist gut so. Wir schließen jedoch selten auch eine Außenrotation ein, die wichtig für eine ausgeglichene Schulter ist! Leg dich auf die rechte Seite (in einer vollen Side Plank oder mit den Knien am Boden) und greif mit der linken Hand nach einem Block. Beug den linken Ellbogen und platziere ihn in der Nähe deines Oberkörpers. Öffne nun die linke Hand nach links und bilde mit deinem Ellbogen immer einen 90-Grad-Winkel. Wiederhole das gleiche auf der anderen Seite.

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04 Low Lunge mit Block

Komm in eine Low Lunge, beide Knie im 90-Grad-Winkel und das hintere Knie auf dem Boden. Leg einen Block zwischen deine Handflächen, aber greif ihn nicht mit den Händen. Streck deine Arme nach vorne und drück den Block zusammen, damit er nicht herunterfällt. Für eine zusätzliche Herausforderung bring die Arme gerade über den Kopf.

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05 Göttin mit Block am Bauch

Dies wird dir helfen, deinen unteren Rücken zu entspannen. Komm in die Göttinnenpose: Die Füße stehen weit auseinander und die Knie befinden sich über den Zehen. Press die Sitzknochen zusammen und spann die Gesäßmuskulatur an. Nimm den Block mit beiden Händen und platziere ihn auf deinem Bauch. Drücke leicht gegen deinen Bauch, zieh ihn ein und streck ihn heraus. Du kannst den Druck nach Bedarf anpassen.

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06 Runner Stretch

Dieser Stretch ist normalerweise eher passiv, aber um deine Kniesehnen zu stärken und zu verlängern, schlage ich eine aktive Version mit Blöcken vor. Leg jeden Block auf eine Seite und leg deine Hände darauf. Stell den rechten Fuß hinter dir ab und beuge beide Knie. Halte sie gebeugt und versuche, deiner linken Hüfte Raum zu verschaffen, damit sich dein vorderes linkes Knie verlängern kann. Wenn du bereits das Ziehen in den Beinrückseiten spürst, halte beide Knie weiter gebeugt.

Hinweis: Diese Übungen sind für Menschen ohne gesundheitliche Probleme bestimmt. Wenn du Einschränkungen oder Verletzungen hast, wende dich bitte an einen Arzt oder Spezialisten. Es gibt keine Garantie dafür, dass diese Übungen ohne die Aufsicht eines zertifizierten Yogalehrers oder Bewegungsspezialisten korrekt durchgeführt werden.

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Portrait Mireia

MIREIA

Mireia ist Yogalehrerin in Berlin. Nach einigen Sportverletzungen hat sie ihre Leidenschaft für Yoga und Anatomie entdeckt und zwei Yogalehrer-Ausbildungen abgeschlossen, eine davon über Functional beziehungsweise LYT Yoga. Mireia ist von Anatomie und Functional Movement begeistert und liebt es, einfach die Matte auszurollen, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und dabei immer etwas Neues über unseren Körper zu lernen.

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