Ayurvedische Morgenroutine: Wie moderner Ayurveda unseren Alltag bereichert

Drei ayurvedische Morgenrituale

Ein Gastbeitrag von Dr. Janna Scharfenberger

Ayurveda ist eine Jahrtausende alte Wissenschaft, die eine Fülle an kraftvollen, typgerechten Werkzeugen für eine ausgeglichene Lebensweise bietet. Es geht darum, Körper und Geist in Balance zu bringen, um gesund und glücklich zu leben.

Im Ayurveda ist vor allem die Verdauung für unsere allgemeine Gesundheit verantwortlich. Diese beginnt bereits aber schon im Mundraum. Gerade nachts finden viele Stoffwechselprozesse statt und der Magen-Darm-Trakt hat Zeit sich zu regenerieren. Dabei sammeln sich Stoffwechselrückstände an, die der Körper nicht mehr benötigt.

Diese Rückstände nehmen wir häufig morgens in Form von ungutem Geschmack im Mund wahr. Daher möchte ich heute drei Routinen mit dir teilen, die dir morgens dabei helfen gut in den Tag zu starten.

Drei ayurvedische Routinen

01 Ölziehen

Ölziehen ist eine ganz einfache Methode zur täglichen Entgiftung, die sowohl in der Naturheilkunde als auch in der ayurvedischen Medizin verwendet wird.

Idealerweise startest du mit dem Ölziehen direkt nach dem Aufwachen auf nüchternen Magen, noch bevor du etwas trinkst, da du sonst die angesammelten Giftstoffe mit hinunterspülst, statt dich davon zu befreien.

Nimm einen Teelöffel Sesamöl (alternativ ein anderes hochwertiges Bioöl) und bewege das Öl für ca. 10 Minuten kräftig hin und her und ziehe es durch die Zahnzwischenräume. Abschließend gibst du das Öl in ein Papiertuch und entsorgst es im Abfall.

02  Zungeschaben

Im Ayurveda wird die Zunge als wichtige obere Verlängerung des Magen-Darm-Traktes angesehen. Die Beschaffenheit und auch der Belag helfen bei der Einschätzung der allgemeinen Gesundheit und geben Hinweise auf mögliche Dysbalancen. Außerdem wirkt sich die tägliche Reinigung positiv auf unsere Verdauung aus, da das mechanische Schaben dem Magen-Darm-Trakt signalisiert sich auf die Verdauung vorzubereiten.

Führe das Zungeschaben am besten immer morgens mit einem Zungenschaber oder alternativ auch mit einem Teelöffel durch. Setze dabei hinten an der Zunge an und ziehe ihn mehrmals sanft bis zur Zungenspitze – achte dabei darauf nicht zu weit hinten anzusetzen, da du sonst einen Würgereflex auslöst.  

03  Warmes Wasser trinken

Nach dem Aufstehen brennt unser Verdauungsfeuer, unser Agni, noch nicht auf Hochtouren. Geben wir nun eine kalte Flüssigkeit hinzu, so wird die Verdauung nicht angeregt, sondern im Gegenteil sogar gebremst. Dein Körper muss mehr Energie aufwenden, um das Wasser auf die innere Körpertemperatur zu bringen. Daher ist warmes Wasser viel besser verträglich.

Koche dir morgens Wasser entweder mit dem Wasserkocher oder auf dem Herd auf. Das Wasser sollte wirklich einmal aufkochen und nicht lauwarm aus der Leitung kommen.

Lass das Wasser dann wieder abkühlen, bis es lauwarm ist oder eine gute Trinktemperatur hat, und fülle es anschließend in eine Thermoskanne. So hast du dein Wasser immer griffbereit.

2_Zungenschaben

Die Kraft des Ayurveda

Interview mit Dr. Janna Scharfenberg


Janna

JANNA

Dr. med. Janna Scharfenberg ist ganzheitlich praktizierende Ärztin mit Weiterbildung in Ayurvedischer Medizin, Yogalehrerin und Autorin. Sie teilt mit viel Herzblut ihr Wissen und ist der festen Überzeugung, dass die Kombination von Schulmedizin mit Yoga, Meditation, TCM und ayurvedischem Wissen zu einem vitalen, gesunden und erfüllten Leben führt.

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