Lotussitz – Meditation voller Kraft und heilender Wirkung

Der Winter ist zwar noch nicht ganz vorbei, aber der Frühling ist hier und da schon zu spüren. Da der Winter uns und unserem Körper oft sehr viel abverlangt und er geradezu nach dem Frühling lechzt, wollen wir heute in unserem Blog euch die beeindruckende Wirkung des Lotussitzes nahelegen.

Jeder von uns kennt ihn oder hat sicher schon einmal von ihm gehört – der Lotussitz oder auch Padmasana in Sanskrit genannt. Das Bild des Lotussitzes ist ein weit verbreitetes Symbol im Yoga und noch viel mehr im Bereich der Meditation. Aber warum?  

Der Lotussitz hat eine Jahrtausende alte Tradition und ist einer der ersten Yogapositionen die überhaupt praktiziert und gelehrt wurden. Er hat eine Vielzahl von positiven Wirkungsweisen, die heute auch wissenschaftlich bewiesen sind.  

Die Lotusblume besitzt eine verblüffende Eigenschaft. Sie kann, fast wie durch ein Wunder, an den erstaunlichsten Orten ihren Samen keimen lassen und so zu einer faszinierenden wunderschönen Blume heranwachsen. In der Yogalehre veranschaulicht dieses Wunder den Weg eines jeden Yogaschülers und so ist die Blume zu einem wichtigen Symbol in der Yogalehre geworden. Der Lotussitz verkörpert somit die Lotusblüte. Denn so wie die Blume aus der Erde nach oben zur allumfassenden Energie der Sonne strebt, so gibt uns der Sitz festen aufrechten Halt um ebenfalls die allumfassende Energie zu empfangen und in uns frei fließen zu lassen.  

 

Übung macht den Meister – das zählt auch für den Lotussitz

Beim Lotussitz werden die die Beine ähnlich wie beim Schneidersitz überkreuzt, jedoch ist der entscheidende Unterschied zum Schneidersitz, dass die Füße auf den Oberschenkeln ruhen und somit eine sehr stabile und standfeste Sitzposition erlangt wird. Der Rücken richtet sich dadurch fast von alleine auf und ein Durchhängen, wie beim Schneidersitz, ist fast nicht möglich. Aus diesem Grund ist der Lotussitz auch so ideal für die Meditation, da man sich wirklich voll und ganz auf das in sich versinken konzentrieren kann, ohne dabei immer wieder auf die Korrektur der Körperhaltung zu achten. Ein weiterer positiver Nebeneffekt des Lotussitzes ist, dass der Blutkreislauf sich im Bauchbereich konzentriert und das Blut verstärkt fließt - das hilft besonders gut bei Regelschmerzen und auch bei Problemen mit der Verdauung. Sehr wichtig, gerade für Anfänger, ist dass der Sitz dir keine Schmerzen bereitet und man sich nicht in diese Position hineinzwingt, sondern vielmehr so lange diese Asana übt, bis man völlig ohne Schmerzen für längere Zeit im Lotussitz verharren kann. Solange die Übung noch nicht schmerzfrei praktiziert werden kann, kann zunächst auch der halbe Lotussitz geübt werden bis sich der Körper an die Dehnung gewöhnt hat. Irgendwann wird es dann plötzlich möglich sein, fast wie von Zauberhand, im vollen Lotussitz zu sitzen.

Beim halben Lotussitz wird immer nur ein Fuß zur Zeit auf den Oberschenkel gelegt und der andere ruht mit angewinkelten Bein lediglich auf dem Boden (so dicht wie möglich am Oberschenkel). Von manchen Yoga-Gelehrten wird der Lotussitz sogar als „Zerstörer aller Krankheiten“ bezeichnet. Tatsächlich ist da etwas dran, denn wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass man durch regelmäßiges Praktizieren des Lotussitzes eine bessere Ausdauer bekommt und der Stoffwechsel deutlich angeregt wird. Sogar bei Beschwerden im Bereich des Rückens und und des Steißbeines kann der regelmäßige Lotussitz Linderung oder sogar Heilung bewirken. Also probiert ihn doch einfach einmal aus und erfahrt die wunderbare Wirkung des Lotussitzes. Ihr braucht lediglich bequeme Yogakleidung und eure Yogamatten und dann kann die Reise beginnen.

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