Den Körper entgiften mit Bikram-Yoga

Die Kälte im Winter ist eine beliebte Ausrede für die Abstinenz von der Yogamatte. Wenn es draußen kalt ist und der ganze Körper irgendwie einfach nicht so richtig warm werden will, fühlen sich viele so gar nicht danach, die Yogamatte auszurollen. Viel verlockender ist doch da das gemütliche Sofa und eine kuschelige Decke. Das verstehe ich nur zu gut. Umso begeisterter bin ich daher vom Bikram-Yoga - fälschlicherweise auch als Hot Yoga bekannt.

Beim Bikram-Yoga wird bei Temperaturen von circa 40 Grad trainiert. Was eigentlich eher nach einem Besuch in der Sauna klingt, ist tatsächlich eines der schonendsten Workouts für Dich. Noch dazu eignet es sich perfekt, um den Körper nach den stressigen Feiertagen so richtig zu entgiften. Warum Bikram-Yoga so gut für den Körper ist, wie es sich vom Hot Yoga unterscheidet und wie die Entgiftung funktioniert, das lest ihr in diesem Beitrag.

Der Unterschied zwischen Bikram- und Hot Yoga

Bikram-Yoga wurde von Bikram Choudhury entwickelt. Diese Form des Yogas hat ihren Ursprung im Hatha Yoga und besteht aus 26 Asanas, die bei einer Temperatur von etwa 40 Grad und einer besonders hohen Luftfeuchtigkeit praktiziert werden. Auch das sogenannte Hot Yoga wird in einem beheizten Raum praktiziert, allerdings ist hier die Temperatur geringfügig niedriger, sie liegt bei etwa 35 bis 38 Grad.

Im Gegensatz zu Bikram-Yoga besteht Hot Yoga aber nicht aus einer festgelegten Reihenfolge von 26 Asanas. Der Stil orientiert sich mehr am Vinyasa, ist somit also freier und dynamischer in der Ausführung.

 

Darum ist Bikram-Yoga so gesund für Deinen Körper

Die Yoga Praxis in einem beheizten Raum erhöht die Pulsfrequenz und den Stoffwechsel, wodurch die Blutgefäße flexibler werden. Auch die Durchblutung wird erleichtert und der Blutfluss zu den Gliedmaßen somit erhöht.

Außerdem verbrennst Du  im Handumdrehen jede Menge Kalorien und baust gleichzeitig Muskeln auf, und zwar auf eine besonders schonende Weise. Schließlich verhält es sich mit den Muskeln beim Hot Yoga ähnlich wie mit einem Eisen im Feuer: “Will ein Schmied sein Eisen formen, hält er es ins Feuer.”, ist das Credo des Bikram-Yoga Erfinders Bikram Choudhury.

Da Dein Körper ziemlich schnell und ziemlich doll ins Schwitzen gerät, eignen sich sowohl Bikram- als auch Hot Yoga wunderbar für die Gewichtsabnahme. Wer zu Weihnachten also ein paar Kekse zu viel genascht hat, für den ist diese intensive Form des Yogas genau richtig.

Durch die Hitze im Raum wird darüber hinaus der Stoffwechsel ideal angekurbelt und durch das intensive Schwitzen schädliche Giftstoffe aus dem Körper gespült. Der gesamte Körper wird entgiftet, denn durch den Schweiß auf der Hautoberfläche werden giftige Abfälle einfach entsorgt.

 

So unterstützt Du den Detox-Effekt

Hot Yoga ist eine hervorragende Möglichkeit, den Körper von Giftstoffen zu befreien und zu neuem Glanz zu verhelfen. Diesen Effekt kannst Du mit ein paar einfachen Tricks sogar noch unterstützen.

  • Versuche Dich bereits vor Deiner ersten Hot Yoga Stunde von “giftigen” Lebensmitteln wie Kaffee, Alkohol oder fettem Essen fernzuhalten.
  • Praktiziere Hot Yoga am Stück. Herr Bikram selbst empfiehlt, gleich mit 60 Tagen am Stück zu starten. Dies ist allein aus organisatorischen Gründen meist allerdings nicht machbar. Dennoch solltest Du versuchen, 10 Tage Hot Yoga hintereinander weg zu praktizieren.
  • Vergiss nicht, genug zu trinken! Trinken ist wichtig, und wenn Du viel schwitzt, noch einmal mehr. Am besten trinkst Du bereits vor der Yoga-Stunde wenigstens 1.5 Liter. Nach der Stunde eignen sich besonders grüne Säfte, Wasser mit einer Prise Salz und einem Spritzer Zitrone, Kokosnusswasser oder Gemüsesäfte zum Hydrieren des Körpers.

 

Vorsichtsmaßnahmen beim Hot- und Bikram Yoga

Bikram-Yoga kann nahezu jeder praktizieren. Die Hitze lockert die Muskeln und Gelenke und macht sie dehnbarer, wodurch es sich auch gut für Yoga-Einsteiger eignet.

Vorsicht ist allerdings bei Personen mit zu hohem oder zu niedrigem Blutdruck und bei schweren Entzündungen geboten. Diese können sich durch das heiße Yoga noch verschlimmern. Im Zweifelsfall solltest Du stets einen Arzt zu Rate ziehen.

Damit Du Deine erste Hot Yoga Klasse gut überstehst, habe ich noch ein paar praktische Tipps für Dich:

  • Trinken, trinken, trinken - Wie bereits erwähnt, ist Trinken für das Entgiftungsprogramm Deines Körpers überaus wichtig. So wichtig sogar, dass ich es an dieser Stelle gleich noch einmal wiederholen möchte: Pro Tag solltest Du mindestens 1.5 Liter Flüssigkeit zu Dir nehmen. Je Stunde Sport ist es ratsam, darauf noch einmal mindestens 0.5 Liter zu addieren. Da der Flüssigkeitsverlust beim Hot Yoga aber besonders hoch ist, solltest Du hier lieber zu einer größeren Flasche greifen. Außerdem gilt: Trinke nicht erst dann, wenn Du durstig bist. In diesem Falle bist Du nämlich bereits dehydriert.

 

  • Essen vor der Yoga-Stunde - Vor der Yoga-Stunde solltest Du darauf achten, nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig zu essen. Hier die richtige Balance zu finden, kann tricky sein. Wenn Du aber darauf achtest, schweres Essen zu vermeiden und stattdessen zum Beispiel zu Obst greifst, solltest Du auf der sicheren Seite sein. Besonders geeignet ist Obst, das reich an Wasser ist, wie etwa Wassermelonen, oder solches, das einen hohen Natriumgehalt hat, wie beispielsweise Bananen. Auch getrocknete Früchte und Nüsse eignen sich gut, um den Energietank aufzufüllen.

 

  • Höre auf Deinen Körper - Yoga ist anstrengend. Wird Yoga bei 35 bis 40 Grad und extrem hoher Luftfeuchtigkeit praktiziert, intensiviert sich das Intensitätslevel noch einmal beträchtlich. Daher ist es besonders wichtig, dass Du gut auf Deinen Körper hörst. Wenn Dir eine Übung zu anstrengend ist oder Du Dich schwindelig fühlst, solltest Du eine Pause einlegen.

 

  • Sprich mit einem Arzt - Wenn Du irgendwelche gesundheitlichen Beeinträchtigungen hast oder dich während der Praxis nicht gut fühlst, solltest Du im Zweifelsfall immer mit einem Arzt sprechen. Ein Blog-Post wie dieser kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Wir geben Dir gerne praktische Tipps und Tricks an die Hand, aber wenn es um die Gesundheit geht, ist der Doktor Dein erster Ansprechpartner!
Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.