Yoga Nidra oder der bewusste Schlaf

Die einen kaufen sündhaft teure Federkernmatratzen, um sich zu entspannen und hoffen dann auf einen guten Schlaf. Yoga Nidra, auch bekannt als „Schlaf des Yogi“, findet auf einer Yogamatte statt und kommt mit 30 Minuten aus. Diese halbe Stunde hat einen Revitalisierungseffekt wie zwei Stunden erholsamer Schlaf.

 

YOGA NIDRA HEILSAMES RUHEN

Yoga Nidra bringt das Gehirn in einen Zustand vollbewusster Ruhe. Das baut Alltagsstress und Nervosität ab, regeneriert Körper, Geist und Seele, fördert die Kreativität und stärkt das Immunsystem. Fortgeschrittene Praktizierende können tiefsitzende Ängste lösen, Zugang zu tiefen Bewusstseinsschichten bekommen und Selbsterkenntnis erlangen.  

 

ANKOMMEN IM HIER UND JETZT

Yoga Nidra ist eine Tiefenentspannungstechnik, in der körperliche, geistige und seelische Aktivitäten zur Ruhe kommen. Ziel dabei ist, bei vollem Bewusstsein im Zustand zwischen Wachen und Schlafen zu bleiben. Man nimmt zwar wahr, was passiert, analysiert oder beurteilt jedoch nichts. Der Kopf bleibt angenehm leer, ein seliges Gefühl stellt sich ein und man kommt ganz an im Hier und Jetzt. Da Yoga Nidra keine Körperübungen (Asanas) beinhaltet, kann es von jedem praktiziert werden. Yoga Nidra wird üblicherweise auf dem Rücken liegend in Savasana ausgeführt, kann aber auch sitzend geübt werden. Swami Satyananda Saraswati (Begründer der Bihar School of Yoga in Munger, Indien) hat die Methode des Yoga Nidra aus der alten tantrischen Wissenschaft entnommen. Er studierte die tantrischen Schriften und entwickelte aus den komplizierten und zeitaufwendigen Praktiken ein neues System – angepasst an die Bedürfnisse des modernen Menschen.  

 

DER ABLAUF VON YOGA NIDRA

Nachdem man es sich auf seiner Yogamatte bequem gemacht hat, folgt man der Stimme des Yogalehrers: Diese führt einen von der äußeren Ebene der Wahrnehmung Stück für Stück in die tiefere Seinsebenen und von dort wieder zurück. Etwa ein Drittel der Übung ist der Körperwahrnehmung gewidmet. Erklärtes Ziel: Körper und Geist als Einheit zu erfahren. Ist der Fokus der Wahrnehmung auf den Körper gerichtet, hört endlich auch das ewig kreisende Gedankenkarussel auf. Dennoch sollten Übende während des Yoga Nidra immer achtsam bleiben, damit der Geist nicht wieder abschweift. Wer schonmal in einer Yogastunde war, hat vermutlich schon Bekanntschaft mit Yoga Nidra gemacht. Denn diese Entspannungstechnik wird in vielen Yogastunden am Ende praktiziert: Wenn der Yogalehrer das Zauberwort „Savasana” sagt und man sich für die Endentspannung auf den Rücken legt. Die Regeln sind klar: nicht bewegen, nicht einschlafen, aber trotzdem ruhen.  

 

MAN LIEGT, WIE MAN SICH BETTET

Lockere Yogakleidung ist bei Yoga Nidra von Vorteil. Ebenso wie eine etwas weichere Yogamatte aus Schurwolle, da man etwas länger liegt, als beim normalen Savasana. Yoga Nidra kommt ohne esoterisches Drumherum aus, ist einfach, kostet lediglich eine Yogastunde bzw. eine gute Anleitungs-CD und ist gleichzeitig enorm nachhaltig. Wir wünschen einen erholsamen yogischen Schlaf.  

 

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