Wie meditiert man richtig? – Ein Rough Guide

„Eigentlich müsste ich mal meditieren“, sagt sich mancher moderne Mensch angesichts des zuweilen Körper und Geist überfordernden Alltagsstresses. Doch wie anfangen? Und kann wirklich jeder meditieren? Hier findet ihr einige Antworten und ein paar Tipps für den Einstieg.

Meditation, was ist das? Meditation ist eine geistige Konzentrationstechnik und spirituelle Praxis, um den Geist zu sammeln. In vielen Traditionen geht es dabei um das Kultivieren von Gedankenfreiheit bis hin zum Erreichen eines Erleuchtungszustandes. Doch auch für Menschen, die nicht gleich nach dem Nirvana streben, ist Meditation eine gute mentale Übung, um das Gedankenkarussel zu beruhigen und geistige Klarheit herzustellen. Außerdem soll Meditation Studien zufolge Konzentration und Ausgeglichenheit fördern und sogar bei chronischem Rückenschmerz und Migräne helfen. Meditationskissen und Co. – Was brauche ich zum Meditieren? Klassischer Weise wird im Sitzen meditiert. Daher empfiehlt sich ein bequemes Meditationskissen oder einer Meditationsbank. Wer ungern auf den Fersen oder kreuzbeinig sitzt (Schneidersitz), der kann auch auf einem Stuhl meditieren. Das wichtigste „Zubehör“: Zeit und Raum. Insgesamt reichen für den Anfang schon 20 – 30 Minuten ungestörte Ruhe – ohne Handy, Computer oder unachtsam eintretende Mitbewohner. Manche mögen Entspannungsmusik, Räucherstäbchen oder zünden eine Kerze an. So ein kleines Ritual hilft, aus dem Alltagstrott auszutreten und sich mental auf die Meditation einzustimmen.

Meditieren, wie geht das?

Es gibt eine Fülle von Meditationstechniken und jeder kann die für ihn passende Meditationsart finden. Ein guter Anfang ist, sich hinzusetzen, die Augen zu schließen und die Konzentration auf das Ein- und Ausströmen des Atems zu lenken. Erfahrungsgemäß geht das einige Atemzüge gut, bevor die Gedanken wieder abschweifen. Das ist normal. Wenn man merkt „oh, ich habe gerade an alles mögliche gedacht, nur nicht meinen Atem wahrgenommen“, dann lenkt man die Aufmerksamkeit einfach wieder auf die Atmung. Für die Meisten ist genau so etwas die erste unspektakuläre Meditationserfahrung. Ruhe finden mit einem Mantra Je nach Typ ist es für einige Menschen einfacher, sich auf ein geistig wiederholtes Mantra zu konzentrieren. Das lässt sich auch mit der Atmung kombinieren. Z.B. Einatmen, „Om“, ausatmen, „Om“. Dafür eignet sich auch ein eigenes Mantra oder eine Affirmation wie „Ruhe“ / „Klarheit“. Zusätzlich zum Atem und dem Mantra – oder stattdessen – kann man auch die Konzentration auf den Punkt zwischen den Augenbrauen legen. Hier liegt das sogenannte dritte Auge, das „Ajna Chakra“. Weitere Techniken: Man stellt sich an diesem Punkt vor, ein weißes Licht zu sehen oder durch das dritte Auge zu atmen. 10 bis 15 Minuten sitzen und meditationstechnisch „am Ball“ bleiben ist schon eine super Leistung – und wird belohnt: Die meditationstypische geistige Frische und Ausgeglichenheit stellen sich oft schon nach der ersten Meditation ein. Und vertiefen sich mit jedem Mal.  

Bildquelle: ©mangostock – shutterstock
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