Ashtanga Yoga, der 8-teilige Pfad

„Ich darf mich beim Yoga ruhig etwas fordern“. Wer diese Einstellung mitbringt, ist hier goldrichtig. Ashtanga Yoga nach der Lehre von Sri K. Patthabi Jois ist eine recht herausfordernde Yogapraxis, die hilft, körperlich und mental stärker und flexibler zu werden. Kein Wunder, dass Madonna, Powerfrau und junggebliebene Queen des Pop, vom Ashtanga Yoga fasziniert ist und ihn regelmäßig praktiziert, um ihre Topform zu halten.

 

ASHTANGA YOGA – YOGA FÜR SPORTLICHE

Typisch für Ashtanga Yoga ist das dynamische Üben der Asanas in festgelegten Serien – verbunden mit dem unterstützeden Atemrhythmus. Viele dynamische Hatha Yogastile wie Power Yoga und Vinyasa Yoga leiten sich ab aus dem Ashtanga. Da man bei diesem sportlichen Yogastil durchaus ins Schwitzen kommt, empfiehlt es sich immer eine Trinkflasche griffbereit zu haben und auf eine robuste Yogamatte mit sehr guten Rutscheigenschaften zu setzen.

 

MIT ASANAS DEN KÖRPER STÄRKEN

Im Ashtanga gibt es bestimmte Übungssequenzen, die sogenannten Serien. Diese Serien sind letztendlich eine Abfolge von mehreren Asanas, bei der jede Position zur nächstfolgenden hinführt. Anfänger beginnen mit der ersten Serie – der „primary Series“. Sie kräftigt Körper und Nervensystem und unterstützt Heilungsprozesse. Durchschnittlich sportliche Menschen schaffen nach einiger Übung die zweite Serie, die „intermediate series“. Die „advanced series A und B“ sind für weit fortgeschrittene Schüler, da sie sehr viel Kraft und Beweglichkeit erfordern. Der im Mai 2009 verstorbene Sri K. Patthabi Jois war und ist weltweit als höchste Autorität des Ashtanga Yoga anerkannt. Er gründete 1948 das Ashtanga Yoga Research Institut in Mysore, Indien. Begeisterter Schüler luden Patthabi Jois und seinen Sohn Manju Anfang der 70er Jahre in die USA ein – von wo aus es weltweit Verbreitung fand. Manju Jois lebt seit dem in den USA und unterrichtet mittlerweile rund um den Globus.  

 

YOGA ALS ACHTTEILIGER PFAD

Der Sanskritbegriff „Ashtanga“ bedeutet „acht Glieder“ und beschreibt Yoga als achtteiligen Pfad. Der Weise Patanjali schrieb dies vor rund 2.500 Jahren im wichtigsten Text des klassichen Yoga nieder – dem Yoga Sutra. Das Yoga Sutra definiert Yoga als „das zur Ruhe bringen der Gedanken“. Denn erst mit einem ruhigen Geist kann die wahre Natur des Seins erkannt werden. Um dieses Ziel zu erreichen beschreibt Patanjali einen achtstufigen Weg: 1. Yama (Umgang mit anderen) 2. Niyama (Umgang mit sich selbst) 3. Asana (Position) 4. Pranayama (Atemkontrolle) 5. Pratyahara (Fasten mit den Sinnen) 6. Dharana (Konzentration) 7. Dhyana (Meditation) 8. Samadhi (Selbsterfahrung)

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