Anleitung zur Achtsamkeitsmeditation

Alles ist Meditation. Oder kann es sein – wenn man auf eine bestimmte Art meditiert. Ausgehend von der Achtsamkeitsmeditation stellen wir einen meditativen Ansatz vor, der im Prinzip alles Erlebte zur spirituellen Praxis werden lässt.

Beim Meditieren sitzt man mit geschlossenen Augen auf seinem Meditationskissen und versucht an nichts zu denken – was meistens nicht klappt. Ist das auch Deine Meinung? Dann haben wir gute Nachrichten für Dich: Bei der Achtsamkeitsmeditation heißt der Praktizierende alle Gedanken willkommen, ohne einen bestimmten Gedanken zu bevorzugen oder andere wegschieben zu wollen. Dabei lernt der Meditierende, sich nicht mit den Gedanken zu identifizieren und eine Beobachterrolle jenseits des Denkens einzunehmen. So wird ein frischer, offener Geist entwickelt. Der Körper entspannt sich, und man ist präsent im Hier und Jetzt.

Aus dem Osten in den Westen

Gerade weil es für moderne Verstandsmenschen oft so schwer ist, den Geist leer werden zu lassen, ist diese ursprünglich aus Fernost stammende Meditationsform auch in der westlichen Welt weit verbreitet. Im Buddhismus ist sie als Vipassana bekannt. Unter diesem Namen wird sie auch hierzulande im Rahmen von mehrtägigen Schweigeretreats angeboten. Doch auch in der westlichen Psychologie hat sich eine Richtung entwickelt, die Achtsamkeitstechniken nutzt – u.a. zur Behandlung psychischer Beschwerden. Dabei spielen Meditation aber auch Achtsamkeit im Alltag und auf die Gegenwart gerichtete Bewusstheit eine besondere Rolle. Vorreiter ist hier Jon Kabat-Zinn, der aus der östlichen Achtsamkeitsmeditation das “Mindfulness Based Stress Reduction Program” entwickelt hat (MBSR).

In jedem Moment präsent

Der bekannte buddhistische Lehrer Thich Nath Hanh fasst es so zusammen: “Achtsamkeit ist die Fähigkeit, in jedem Augenblick unseres täglichen Lebens wirklich präsent zu sein. Achtsamkeit ist eine Art von Energie, die jedem Menschen zur Verfügung steht. Wenn wir sie pflegen, wird sie stark, wenn wir sie nicht üben, verkümmert sie. Achtsamkeit lässt uns erkennen, was im gegenwärtigen Augenblick in uns und um uns herum geschieht.” (Aus: „Schritte der Achtsamkeit“, Herder Verlag) Achtsamkeitsmeditation reduziert Stress nachweislich und holt uns aus dem unbewussten Funktionsmodus in den gegenwärtigen Augenblick des Lebens. Es kann so einfach sein.

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